Motivation

Die mobile Kommunikation ist zu einem integralen Bestandteil des privaten und beruflichen Kommunikationsverhaltens geworden. Klassische Endgeräte wie Laptops oder PCs werden zunehmend durch mobilere Geräte wie Tablets und Smartphones ersetzt. Das führt zu einem drastisch steigenden Bedarf an drahtlosen Zugangspunkten. Oftmals ist es aber für die Netzbetreiber nicht rentabel, jeden Zugangspunkt per Kupfer oder Glasfaser direkt über das Festnetz an das Internet anzubinden. Deshalb werden Funknetze nicht nur als Zugangspunkt, sondern auch als kosteneffektiver Ersatz für Festnetze in dünn besiedelten Gebieten verwendet. Die dezentrale Verwaltung dieser Infrastrukturkomponenten stellt jedoch aufgrund ihrer Komplexität hohe Anforderungen an die Betreiber. Ein Lösungsansatz ist es, möglichst viele Komponenten und Funktionen dezentral über verteilte Systeme flexibel zu steuern (Cloud-Ansatz). Für die Steuerung von Funknetzen notwendige Funktionalitäten können so nach Bedarf flexibel verlagert werden.

Ziele und Vorgehen

Die Forscherinnen und Forscher im Projekt SDN4Wireless untersuchen deswegen innovative Ansätze wie Software Defined Networking (SDN) und Network Function Virtualisation (NFV), um diese komplexen Anforderungen zu erfüllen. SDN und NFV ermöglichen die Auslagerung von Netzfunktionen in Kontrolleinheiten oder über verteilte dezentrale Ansätze (Cloud). Zudem erlauben SDN und NFV den Betrieb einer einheitlichen Software auch auf heterogenen Hardwaresystemen. Untersucht wird, wie die drahtlosen Zugangsnetze automatisiert über verschiedene Technologien an das Internet angebunden werden können und welche Funktionalitäten mittels Virtualisierung auf zentrale Kontrolleinheiten oder in die Cloud ausgelagert werden können. Hier soll insbesondere betrachtet werden, welchen Einfluss dies auf die Verzögerung der Kommunikation hat.

Innovationen und Perspektiven

Im Projekt wird über die bestehenden Anwendungen von SDN und NFV hinausgegangen. Dies betrifft zunächst die funknetzspezifischen Funktionen, welche oftmals einer im Festnetz unbekannten Dynamik in Bezug auf die Verweildauer der Nutzer und Datenraten unterliegen. Darüber hinaus greift das Projekt diese im Rahmen der NFV bisher wenig betrachteten Funktionen auf und untersucht, ob und in welchem Umfang sich diese aus den Netzknoten heraus in einen dezentralen und verteilten Ansatz verlagern lassen. Es wird erwartet, dass diese Ansätze durch den Mobilfunkstandard der nächsten Generation, 5G, an Relevanz gewinnen und integriert werden.

Partner

LANCOM Systems GmbH, Würselen

Fraunhofer FOKUS, Sankt Augustin

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Sankt Augustin

Servario Networks GmbH, Nordhorn

Volumen

1,48. Mio €

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